APQP Definition


APQP

Advanced Product Quality Planning (APQP; Teil der amerikanischen QS 9000) ist ein kontinuierliches Projektmanagement für die Produkt- und Qualitätsplanung und für alle Phasen des Entwicklungsprozesses geeignet.

Ziel ist die Fehlervermeidung mittels einer einheitlichen, produktbezogenen Dokumentationsstruktur/-hierarchie, die dem Anwender (Hersteller) die notwendige Transparenz über das Herstellgeschehen liefert. Die Produktionslenkung soll dadurch vereinfacht werden. Alle projekt- und produktrelevanten Informationen und Dokumente werden zentral geplant, überwacht und verwaltet.

FMEA

Die Fehlermöglichkeits- und Einfluss-Analyse (FMEA) ist eine strukturierte, systematische Arbeitstechnik, um Fehlerrisiken bereits im Produktentwicklungsprozess zu identifizieren.

Ziel ist durch das Planen und Umsetzen geeigneter Maßnahmen Fehlerursachen und damit Fehler zu vermeiden und dadurch die Weiterleitung fehlerhafter Teile zu verhindern, wenn die Ursachenbeseitigung deutlich unwirtschaftlicher ist.

Prozesslenkungsplan

Prozesslenkungsplan (englisch: „control plan“).

In der Automobil- und Automobilzuliefer-Industrie besteht die Anforderung einer lückenlosen Dokumentation aller qualitätssichernden Maßnahmen ganz besonders und dies entlang  der gesamten Wertschöpfungskette. Der Prozesslenkungsplan enthält hierzu alle Maßnahmen, die notwendig sind, um den Qualitätsprozess im Sinne der geforderten Qualität und einzuhaltenden Kosten optimal zu lenken. Im Speziellen sind dies für alle im Sinne der Qualität interessanten Produktmerkmale die jeweils anzuwendenden Prüfverfahren, einzusetzenden Prüfwerkzeuge, die Prüfhäufigkeit, die einzuhaltenden Toleranzen sowie einzuleitende Gegenmaßnahmen im Falle einer (maßlichen) Abweichung. Dadurch erfüllt der Prozesslenkungsplan nicht nur den Zweck einer vollständigen und nachvollziehbaren Dokumentation der Qualitätssteuerung, sondern darüber hinaus (englisch: „to control“ = „steuern“) eine erhebliche Steuerungsfunktion:  unmittelbar nach  der Änderung des Prozesslenkungsplans wird auf die Qualität und den Preis des Endproduktes Einfluss genommen. Vergleichbar ist dies mit einem Lenkrad: Eine Drehung in die eine Richtung vergünstigt den Preis des produzierten Gutes (beispielsweise durch weniger und einfachere Prüfungen), eine Drehung in die Gegenrichtung verbessert wiederum dessen Qualität und reduziert somit langfristig die durch spätere Reklamationen entstehenden Kosten, welche sich ebenfalls auf den Verkaufspreis auswirken.

Prüfplan

Prüfplan: Auf der Grundlage des erstellten Prozesslenkungsplans werden die Prüfabläufe für die Sicherstellung der Qualität von Zulieferungen und für die Überwachung der Produktion geplant.

Einzelnachweise: G.M. Benes, P.E. Groh: Grundlagen des Qualitätsmanagements. München 2011, S. 7.

Alle Quellenangaben finden Sie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/APQP

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